Context
Der Dialplan wird in verschiedene Abschnitte unterteilt. Diese
Abschnitte heißen im Asterisk-Jargon Contexte. In der
extensions.conf gibt es einen [general]-Block für allgemeine
Dialplan-Einstellungen (z. B. autofallthrough), die folgenden Contexte
können beliebig benannt werden. Contexte sind das Verbindungsstück
zwischen der Definition eines Telefons (in pjsip.conf oder iax.conf)
und dem Dialplan.
Für jeden Endpoint wird ein Context angegeben. Beispiel aus einer
pjsip.conf:
[2000]
type=endpoint
context=interne-telefone
disallow=all
allow=ulaw
allow=alaw
auth=2000
aors=2000
Das SIP-Telefon mit der Nummer 2000 landet in dieser Konfiguration im
Context interne-telefone. Wählt ein Benutzer vom Telefon 2000 aus
eine Nummer, sucht Asterisk im Context interne-telefone nach der
passenden Extension. Ist diese nicht vorhanden, passiert nichts.
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Zu verstehen, wie Contexte funktionieren, ist essenziell für Programmierung und Administration einer Asterisk-Telefonanlage. Für Anfänger ist das oft nicht sofort einleuchtend. Wenn Sie sich unsicher sind: Gehen Sie das Hello-World-Beispiel aus Kapitel „Hello World" Schritt für Schritt durch. Über diese Hürde stolpert am Anfang fast jeder — es lohnt sich, sich dafür die Zeit zu nehmen. |
Syntax
Ein Context wird durch einen Namen in eckigen Klammern eingeleitet. "Text" ist ein sinnvoller Name, der den Context benennt und als spätere Referenz dient. Alle Zeilen nach einer solchen Einleitung bis zum nächsten Context zählen zu diesem Context:
[general]
autofallthrough=yes
[interne-telefone]
; Regeln, Anweisungen, ...
[apfelmus]
; Regeln, Anweisungen, ...